Intimchirurgie

February 6, 2011 by  
Filed under Plastische Chirurgie

Mit dem Begriff Intimchirurgie werden allgemein alle operativen Eingriffe im Urogenitalbereich umschrieben. Diese können beispielsweise bei altersabhängigen Veränderungen, nach einer Entbindung oder bei Missbildungen und Fehlentwicklungen erforderlich werden. Zudem wird die Intimchirurgie im Bereich der Schönheitsbehandlungen immer populärer.
In erster Linie denkt man bei einem chirurgischen Eingriff im Intimbereich an Frauen, die verschiedenste Probleme in unterschiedlicher Ausprägung im Genitalbereich haben. Mittlerweile gehören aber auch eine Menge Rat suchende Männer zur Klientel der ästhetisch-plastischen Chirurgen, die eine solche Operation durchführen. Beinahe jeder 10. Mann, der sich Erkundigungen über plastische Eingriffe bei den Kliniken einholt, wünscht eine Beratung bezüglich einer Penisverlängerung. Im Durchschnitt steht eine Vergrößerung von etwa 6 bis 8 cm auf der Wunschliste der männlichen Operationswilligen.

Eine verstärkte Nachfrage wird aber auch bei der weiblichen Bevölkerung verzeichnet. Dabei kann die Intimoperation vom Arzt indiziert sein oder der Eingriff wird von der betroffenen Frau eigens gewünscht. Medizinische Studien führen zu der Vermutung, dass ungefähr 30 bis 40 Prozent der Frauen nicht glücklich mit ihrem Schambereich sind. Dies kann bei den Betroffenen zu extremen seelischen Belastungen oder zu ernsthaften Störungen im Sexualleben führen. Auch funktionelle Beeinträchtigungen im Schambereich der Frau kommen häufiger vor als gedacht. Es können beispielsweise aufgrund von Variationen im Bereich der Schamlippen Schmerzen bei sportlicher Betätigung oder beim Geschlechtsverkehr auftreten. Außerdem kommt es des Öfteren vor, dass Mütter nach der (vaginalen) Entbindung durch die strapaziöse Überdehnung des Scheidenkanals enorme Schwierigkeiten haben, lustvolles Empfinden beim Sex verspüren zu können. Die selbstbewusste Frau von heute will sich mit solchen erheblichen Einschränkungen nicht einfach abfinden. Die Frauen streben einen unbeschwerten und ungestörten Umgang mit ihrer Sexualität an und suchen nach effektvollen Mitteln zur Steigerung des Wohlbefindens und des eigenen Körpergefühls.

Zum Behandlungsspektrum der Kliniken gehören viele verschiedene Eingriffe im Bereich der ästhetisch-plastischen Chirurgie, die die Behandlung des Urogenitalbereichs im Vordergrund haben. Intimchirurgische Eingriffe können ambulant durchgeführt werden und bedürfen keines längeren Aufenthaltes in der Klinik. Die operative Behandlung dauert durchschnittlich etwa zwischen 20 und 180 Minuten, je nachdem, welche Art der Korrektur durchgeführt werden soll. In den Bereich der Intimchirurgie bei Frauen fällt die Straffung der Vagina, eine Vergrößerung der außen befindlichen Schamlippen sowie eine Verkleinerung des Venushügels oder der inneren Schamlippen. In manchen Fällen wird auch die Wiederherstellung des Jungfernhäutchens gewünscht.

In der Zeit nach dem intimchirurgischen Eingriff sollte auf jegliche sportliche Betätigung verzichtet werden. Ebenfalls sollte kein Geschlechtsverkehr in den ersten vier Wochen nach der Operation stattfinden. Auch ein Verzicht auf die Verwendung von Tampons ist ratsam.